| Burgspiele Güssing | ||
| 1994 | Iwein der Mächtige | Buch:
Paul Rauchbauer/Heinz Koller Regie: Oliver Ciontea, Musik: Franz Stangl Bühne: Heinz Ebner |
| 1995 | Süleyman der Prächtige | Buch: Heinz
Koller, Regie: Peter Wagner Musik: Franz Stangl Bühne: Heinz Ebner/Günter Temmel |
| 1996 | Teufel, Tod & Hex | Buch
und Regie: Peter Wagner Musik: Franz Stangl/Arthur Fandl Bühne: Günter Temmel |
| 1997 | Die weisse Frau | Buch
und Regie: Peter Wagner, Musik: Arthur Fandl Bühne: Günter Temmel |
| 1998 | Der Tribun | Buch: Josef
Dirnbeck; Musik: Franz Stangl Regie: Martin Weinek/Harald Posch Bühne: Erich Sperger |
| 1999 2000 |
Landflucht | Buch: Josef
Reichl, Epilog: Christian Putz Regie: FRANK HOFFMANN, Musik: F.Stangl Bühne: Maria Hoffmann |
| 2001 | Der Kampf ums Recht | Nach
dem Roman von Karl J. Homma Spielfassung, Regie: Frank Hoffmann Musik: F. Stangl. Bühne: Felix Grünwald |
| 2002 | Am Grenzweg | Spielfassung,
Regie: Frank Hoffmann Musik: Manfred Hotwagner, Franz Stangl Liedertexte: Heinz Koller Bühne: Felix Grünwald |
| 2003 | Der Güssinger JEDERMANN |
Spielfassung,
Regie: Frank Hoffmann Bühne: Felix Grünwald |
| 2004 | Die Kreuzelschreiber | Buch: Ludwig
Anzengruber Regie: Frank Hoffmann Bühne: Felix Grünwald |
| 2005 | Ich, Andreas Baumkircher | Buch: Josef
Otto Lämmel Regie: Erhard Jungnikl, Musik: Franz Stangl Bühnenbild: M. Hotwagner, Edda Zapfel |
| 2006 | Der Verschwender | Buch:
Ferdinand Raimund Regie: Erhard Jungnikl Musik: Conradin Kreutzer/Franz Stangl Bühnenbild: Manfred Hotwagner, Edda Zapfel |
| 2007 | 1. Der Bauer als Millionär | Buch:
Ferdinand Raimund Regie: Laszlo Maleczky Musik: Josef Drechsler/Franz Stangl Bühnenbild: Manfred Hotwagner, Edda Zapfel |
| 2008 | 1. Der böse Geist Lumpazivagabundus | Buch:
Johann Nepomuk Nestroy Regie: Laszlo Maleczky Musik: J. Drechsler/L. Maleczky/Herbert Kopitar Bühnenbild: Edda Hotwagner |
| 2009 | 1. Der
Talisman / 2. Didus Feuerkopf |
Buch:
Johann N. Nestroy / Laszlo Maleczky Regie: Mara Kömives Musik: Herbert Kopitar, Laszlo Maleczky Bühnenbild: Heinz Gurdet |
| 2010 | 1. Ein
idealer Gatte / 2. Das Gespenst von Canterville |
1. u.
2. Buch: Oscar Wilde 1. Spielfassung, Musik, Regie: Friedl Gamerith / 2. Spielfassung, Musik: Friedl Gamerith 2. Regie: Sabine James, Bühnenbilder: Heinz Gurdet |
| 2011 | 1.
Charleys Tante / 2. Peter Pan |
1.
Buch: Brandon Thomas 1. Spielfassung, Musik, Regie: Friedl Gamerith 2. Spielfassung, Regie: Sabine James 2. Musik: Friedl Gamerith; Bühnenbilder: Heinz Gurdet |
| Chronik | |||
| Nach jahrhundertelangem
Dornröschenschlaf erwachte die romantische Burgruine
Güssing zur Mitte des 20. Jahrhunderts wiederum zu neuem
Leben: BURGSPIELE prägten sieben Jahre lang zur
Sommer-Sonnenwende das Geschehen im wildromantischen
Burghof. Die historischen Dramen "Iwein der
Mächtige", "Im Zeichen des Halbmondes",
"Husaren und Janitscharen", "Im Zeichen
des Kreuzes" und "Grenzlandschicksal"
(Buch Dr. Paul Rauchbauer, Musik Pr. Otto Strobl) wurden
1950 bis 1956 von einem ambitionierten Laienensemble
aufgeführt, ehe das im südostösterreichischen Raum
renommierte Spectaculum infolge organisatorischer
Probleme, anscheinend unvermeidlicher persönlicher und
politischer Ränkespiele, sowie wegen Verlagerung der
Interessen der Verantwortlichen wieder sanft
entschlummerte. So mancher Versuch einer Reaktivierung versandete, doch in den Köpfen einiger Güssinger lebte die verklärte Erinnerung an die prächtigen Spiele der 50er Jahre weiter. Es sollten fast vier Jahrzehnte vergehen, ehe Güssing seine Burgspiele wieder bekam. Seither sind nun schon 18 Lenze ins Land gezogen, und es hat sich - im Vergleich zu den "Gründertagen" - wenig Grundsätzliches verändert: Der Vorstand des Burgvereines und ein stetig in Bewegung bleibendes Ensemble (mehr als 400 Mitwirkende seit 1994) mit ungebrochener Spielfreude sind die Säulen der BURGSPIELE GÜSSING. Seit 2007 engagiert sich der Burgverein besonders in der Nachwuchsarbeit, mit einer vom Jugendensemble gespielten, zum jeweiligen Thema passenden Begleitproduktion. Die 2010 eingeschlagene Linie mit Dramen internationaler Autoren ist eine neue Facette, und die beiden Produktionen haben inzwischen Eigenständigkeit, die vom Publikum sehr geschätzt wird. Nach den grandiosen Aufführungen 2011 wird diese Richtung auch 2012 beibehalten. Dies ist zugleich ein Zeichen von Beständigkeit und Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Gründern dieser Institution, allen Widrigkeiten zum Trotz. Gerade der Zulauf der Jugend berechtigt die Hoffnung für eine weitere positive Entwicklung der traditionsreichen BURGSPIELE GÜSSING - auch auf dem vom Publikum begeistert aufgenommenen, neuen Spielort am Fuß der Burg! Der Burgverein wird schon deshalb die Burg Güssing, von der er seinen Namen ableitet, "nicht aus den Augen verlieren" ... Aktualisiert im Jänner 2012 von Heinz Koller |
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| 1994 konnten
die legendären GÜSSINGER BURGSPIELE reaktiviert werden:
"IWEIN DER MÄCHTIGE" - das unter dem Titel "Das Güssinger Burgspiel" im bgld. Landesarchiv enthaltene Urstück von Dr. Paul Rauchbauer - wurde von Heinz Koller überarbeitet, Franz Stangl komponierte die Begleitmusik, und mit Unterstützung des Schauspielers Oliver Ciontea gelang es der Spielleiterin Klaudia Unger, eine Schar von Lehrerkollegen und ehemaligen Schülern für das Abenteuer Burgspiele zu begeistern. 3.500 Zuschauer in neun Vorstellungen honorierten die großartigen Leistungen des neuformierten Laienensembles. "Großartig! Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas in Güssing möglich ist!" war der Kommentar einer Güssingerin im TV-Bericht... |
![]()
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| 1995 wurde "SÜLEYMAN
DER PRÄCHTIGE" von Heinz Koller
uraufgeführt. Die Musik steuerte wiederum Franz Stangl bei, und mit Peter Wagner führte ein Mann des modern-experimentiellen Theaters Regie - was reizvolle Effekte in der Aufarbeitung des historischen Stoffes ergab. Das Thema bot auch die Möglichkeit, Kontakte zu den diplomatischen Vertretungen von Ungarn und der Türkei zu knüpfen. Eine Hundertschaft von Laiendarstellern aus dem Großraum Güssing - mit Bürgermeister Peter Vadasz in der Titelrolle - begeisterte in 12 Vorstellungen rund 4000 Besucher. |
![]() Peter Vadasz als 'prächtiger Süleyman' |
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| 1996 brachte neuerlich eine Uraufführung: "TEUFEL
TOD und HEX", Peter Wagners schauriges
Schauspiel nach den Protokollen der Hexenprozesse von
Eberau, brachte einen neuen Höhepunkt für die
BURGSPIELE GÜSSING: Vom Autor selbst inszeniert, von Franz Stangl und Arthur Fandl mit kontrastreicher Musik unterlegt, fand das Spiel in der nach Entwürfen von Günter Temmel in der Naturkulisse geschaffenen Bühne begeisterten Zuspruch. Die Life-Musik war ein Schritt in Richtung Musical, ein Experiment, das den Weg der Burgspiele des nächsten Jahres bestimmen sollte. |
![]() Hexentanz und Spiel mit dem Feuer |
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| 1997 wurde "DIE WEISSE FRAU
- fast ein Musical" nach einer Sage von der Burg
Bernstein - uraufgeführt. Buch und Regie: Peter
Wagner, Musik: Arthur Fandl. Bühnenbild: Günter Temmel. Eine neue technische Infrastruktur bot optimale Voraussetzungen für eine eindrucks- und anspruchsvolle Umsetzung des historischen Stoffes. Das Ensemble war inzwischen längst über den Status des herkömmlichen Laienentheaters hinaus gewachsen. Die Besucherzahlen konnten jedoch mit den Kosten für die aufwendigen Produktionen nicht Schritt halten, weshalb der Burgverein mit der Ausschreibung eines Literaturwettbewerbes einen Kurswechsel anstrebte. |
![]() "Die weiße Frau" als buntes Spectaculum im Burghof |
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| 1998 brachte "DER
TRIBUN" von Josef Dirnbeck (1.
Preisträger des Dramenwettbewerbes) eine Kurskorrektur
in Richtung "Volkstheater". Inhalt: Der
Vater-Sohn-Konflikt, am Beispiel des Militärtribuns von
Steinamanger und seinem Sohn, dem späteren Bischof von
Tours - heute Landespatron des Burgenlandes! Regie: Martin Weinek/Harald Posch, Bühnenbild: Erich Maria Sperger. Musik: Franz Stangl. Klaus Stöger - seit 1994 in Hauptrollen - als Hl. Martin; Otto Konrath gab den streitbaren Tribun, und Manfred Semler den Begleiter Sulpicius Severus. |
![]() "Der Tribun" (Otto Konrath) - die Nr. 1 auf der Burg |
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| 1999: "Landflucht", ein Schauspiel von Josef
Reichl (+1924), dem literarischen Wegbereiter des
Burgenlandes. Die Not der Bewohner dieses Landes zur
Jahrhundertwende ließ diese oft in der Emigration nach
Übersee ihre einzige Chance sahen. Epilog "Der
Amerikaner" von Christian Putz: Eine
"Wirtshausdiskussion", mit einer
Gegenüberstellung der Chancen in der neuen Zeit mit
jener um die vorige Jahrtausendwende. |
![]() Stangl-Motzl und Familie - Manfred Semlers Paraderolle |
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| 2000: Landeshauptmann Karl
Stix ehrte den künstlerischen Leiter Frank
Hoffmann, für die Inszenierung der "Landflucht",
einem Stück burgenländischer Geschichte, mit dem
großartigen Ensemble der BURGSPIELE GÜSSING. Das große Ehrenzeichen des Burgenlandes schien ein triftiger Grund, auf Wunsch des Regisseurs das Erfolgsstück "Landflucht" noch einmal auf den Spielplan zu setzen. Der fulminante Erfolg der Uraufführung konnte nicht mehr erreicht werden, doch schien die eingeschlagene Weg richtig, weiterhin Stücke aus der Geschichte der Region zu bringen. |
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| 2001: "Der
Kampf ums Recht" war der Titel des Romans von
J. Karl Homma, auf dem die Spielfassung von Frank
Hoffmann (nach einem Entwurf von Christian Putz)
basiert. 4.500 Besucher sahen ein Schauspiel über
Macht- und Intrigenspiele an Hand des Beispiels des
Marktes Pinkafeld, in der ausklingenden Zeit der
Feudalherrschaft. |
![]() ![]() Jost Schröck (Manfred Semler) im Mittelpunkt der Intrige |
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| 2002: "Am
Grenzweg" - vom Leben und Tod des Betyáren
Savanyú Jóska - handelte vom letzten
legendären 'Bakony-Wald-Räuber', der Ende des 19. Jhdt.
mit seinen Kumpanen auch die Wälder des Südburgenlandes
durchstreift hatte. (Konzept und Regie Frank Hoffmann,
nach den vom Burgverein zur Verfügung gestellten
Gerichtsprotokollen aus Steinamanger). Der zu lebenslangem
Kerker verurteilte Savanyu Jóska findet nach
seiner Begnadigung nicht mehr ins Leben zurück - und
macht diesem in der von ihm als ehrenhaft empfundenen Art
selbst ein Ende. |
![]() Savanyú Joska (M. Semler), der gefürchtete Räuber aus dem Bakony-Wald |
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| 2003: "Der
Güssinger JEDERMANN" Zum Jubiläum "10 Jahre BURGSPIELE GÜSSING" gab es ein Spiel "vom Leben und Sterben des reichen Mannes", konzipiert und inszeniert von Frank Hoffmann, nach Vorlagen früher Fassungen, in das auch Elemente aller im pannonischen Raum gesprochenen Sprachen einflossen. Eine neue Bühnenkonstruktion, prächtige Kostüme von den Bundestheatern; und technische Spielereien gaben dem groß angelegten Schauspiel den nötigen Rahmen. Das vom Regisseur in einigen Positionen veränderte Ensemble der Burgspiele wurde der großen Aufgabe gerecht, und mit 6000 Besuchern gab es einen neuen Rekord. |
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| 2004:
"Die Kreuzelschreiber" Der Burgverein suchte den Weg zurück ins Theater mit regionalem Bezug, und mit Ludwig Anzengruber ging es ins 2. Jahrzehnt: Das erfahrene Ensemble (Regie Frank Hoffmann) brachte die Komödie mit dem ernsten Hintergrund religiös-gesellschaftlicher Agitation mit Bravour über die Bühne. 5500 Besucher erlebten in zehn Spieltagen ein ambitioniertes Ensemble, das Anzengrubers feine Pointen ausgezeichnet umsetzte. Berührend die mit scheinbarer Leichtigkeit vermittelte Weisheit des Steinklopferhanns (Manfred Semler), eines an der unbarmhärzigen Härte des Lebens gereiften Außenseiters. Beklemmend, wie der alte Brenninger (Szabo Sándor) das Publikum zu lachenden Beifall animierte, bis diesem das Lachen im Halse stecken blieb ... |
![]() Wirtshaus-Szene in "Die Kreuzelschreiber" |
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| 2005:
"Ich, Andreas Baumkircher" - Das Spiel
vom tragischen Ende des Ritters Andreas Baumkircher
(Burgherr von Schlaining, Ritter im Dienste Kaiser
Friedrichs III., der 1459 auf Burg Güssing zum
ungarischen Gegenkönig gewählt worden war), brachte
eine Zesur: Erhard JUNGNIKL, erfahrener
Regisseur und Filmemacher, übernahm die künstlerische
Leitung. Mit Gabi Leonhard und Klaus Stöger
konnten zwei ehemalige Mitglieder des Ensembles
wieder gewonnen werden, die zusammen mit Toni
Bereczki und Manfred Hotwagner ein
großartiges Team für die spannende Geschichte bildeten. |
![]() ![]() "Der Baumkircher "(Klaus Stöger) und seine ehem. Geliebte und nunmehrige Gegenspielerin (Gabi Leonhard) |
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| 2006:
"Der Verschwender" von Ferdinand
Raimund Eine fantastische Geschichte vom Übermut in guten Zeiten, von der Herausforderung des Schicksals, ist das reifste Schauspiel des großen österreichischen Dramatikers. Regisseur Erhard JUNGNIKL hat das Stück mit dem ambitionierten Ensemble der Burgspiele in Szene gesetzt, mit Manfred Hofer und Eva Zankl als Valentin und Rosa, sowie Peter Wechselberger in der Titelrolle. Neben den bekannten Melodien von Konradin Kreutzer gab es auch Neues von Franz Stangl zu hören, mit Anleihen aus dem burgenländischen Volksliedgut. Der große Erfolg beim Publikum und die guten Kritiken in den Medien waren Anlass, 2007 noch einmal ein Stück von F. Raimund auf den Spielplan zu setzen ... Leider war "Der Verschwender" die letzte Inszenierung von Erhard Jungnikl - zu sehr hatten ihm die Querelen um die Burgspiele zu schaffen gemacht ... Sein freiwilliger Abgang von der Bühne des Lebens (ein Jahr nach dem Abschied von seinen geliebten Burgspielen) hat uns alle sehr getroffen. Erhard, wir danken Dir für Deine Freundschaft und Deine ausgezeichnete Arbeit. Der Burgverein und "Dein" Ensemble werden Dir stets ein ehrendes Andenken bewahren! |
![]()
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| 2007: "Der
Bauer als Millionär" von Ferdinand
Raimund brachte einen neuen Impuls: Nachdem der
Burghof als Spielort nicht mehr zur Verfügung stand,
wurde auf dem Festgelände am Fuß der Burg eine
Festspielbühne geschaffen, die den Anforderungen dieses
Zaubermärchens gerecht wurde. Getragen von Raimunds wunderbar tiefsinnigen Humor, schaffte der als Operntenor international erfolgreiche Laszlo Maleczky eine über weite Strecken musikalisch getragene Aufführung, mit viel Gesang und Life-Musik. Manfred Hofer (Fortunatus Wurzel) fand sich in einem Reigen von jungen Darstellern, aus dem stellvertretend für alle Sandra Zankl (Lottchen) und Andreas Fandl (Fischer-Karl) genannt seien - zu groß ist die Zahl der großartigen (vom Regisseur zu Höchstleistungen angespornten) Talente, um hier vollständig aufgezählt zu werden. Erstmals gab es auch eine Live-Band für die musikalische Begleitung des Stückes, in der auch die in Frankreich lebende Güssingerin Sabine James auf ihrer weißen Harfe mitwirkte. Sie sollte den Burgspielen auch in den folgenden Jahren erhalten bleiben ... 2007: "Das Mädchen aus der Feenwelt" war der Titel eines Singspiels 'von Kindern für Kinder' gespielt, aus der Feder und in der Regie von Laszlo Maleczky.Ferdinand Raimund hatte für das Stück den Untertitel Ferdinand Raimund hatte dies als Untertitel für seine Komödie "Der Bauer als Millionär" gewählt. Beide Stücke waren ein großartiger Erfolg für die BURGSPIELE GÜSSING 2007, mit insgesamt rund 6000 Besuchern. In der kommenden Saison sollte diese neue Linie noch verstärkt fortgeführt werden - und die Erwartungen waren sehr hoch! |
![]() Eine neue Bühne, die "alle Stückln spielt"
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| 2008:
"Der böse Geist Lumpazivagabundus" von
Johann Nestroy war ein weiterer
Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der BURGSPIELE
GÜSSING. Viele neue Gesichter im Ensemble brachten - wie
fast jedes Jahr - neuen Schwung, wobei der Zulauf der
Jugend besonders erfreulich war. Aber auch für die
reiferen Jahrgänge gab es wieder wunderbare Rollen, und
die Medien- und Publikumsmeinungen waren euphorisch. Ob Manfred Doncsecs in der Titelrolle, Andreas Fandl, Markus Flenner und Toni Beretzki als "liederliches Kleeblatt", Angelika Muik und Melanie Kroboth als konkurrierende Feen, oder die singenden Schwestern Barbara Graf-Brauneder und Petra Schmidt - sie sind nur die Exponenten im großartigen Gesamtbild des Ensembles, das von Laszlo Maleczky und seiner künstlerischen Assistenz zu kaum vorstellbaren Leistungen geführt wurde. 2008: Das Jungendensemble konnte
an den Triumph des Vorjahres nicht nur anschließen,
sondern diesen mit Maleczkys "Lump-zapadump-Lumpazi"
(ein Mini-Musical, frei nach Nestroy) noch übertreffen.
Erfrischend, was die Jungen an Darstellungskraft und
Gesang geboten haben. Die intensive Arbeit von Laszlo
Maleczky und seiner künstlerischen Assistenz Sonja
Angelina Defner/Philipp Maria Krenn machte sich
bezahlt - und der Andrang, im nächsten Jahr dabei sein
zu dürfen, war enorm. Das Publikum (wieder ~ 6000) und die kritischen Medien haben dies alles äußerst positiv aufgenommen - und die Latte für 2009 (mit einem neuerlichen Nestroy-Hit) lag damit entsprechend hoch... |
![]() Das Ensemble nach der letzten Vorstellung "Der böse GeistLumpazi Vagabundus"
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| 2009:
"Der Talisman" - ein weiteres Nestroy-Highlight,
sah Laszlo Maleczky zwar noch als
künstlerischen Leiter der Burgspiele 2009, doch machte
ihm sein Engagement bei der in Deutschland und
international mit fantastischem Erfolg agierenden
Klassik-Pop-Formation ADORO einen persönlichen Einsatz
in Güssing unmöglich. Er hatte jedoch vorgesorgt - und
mit dem "Damen-Team" Mara Kömives (Regie),
Christine Beinl (Assist) und Annette Brunnader
(Choreografie) einen vielversprechenden Ersatz bereit.
Die Proben begannen früh und intensiv, doch die
räumliche Distanz zum "Chef" war trotz des
enormen Einsatzes aller Akteure schwer zu überbrücken. Dann folgte die Katastophe eines Jahrhundert-Hochwassers - mit dreimaliger Überflutung des gesamten Festspielgeländes innerhalb von vier Tagen! Ganze zwei Wochen blieben, um unter schwierigsten Bedingungen die Proben zu Ende zu führen, das Bühnenbild fertig zu stellen - und den fast völlig zerstörten Bühnen-Unterbau notdürftig zu sanieren. Ein Wunder, dass dies in der kurzen Zeit zustande kam! Ein Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben! Trotz dieser großen Probleme gelang dem Ensemble um Andreas Fandl (Titus Feuerfuchs) und Sandra Zankl (Salome Pockerl) eine viel beachtete Aufführung des Nestroy-Klassikers auf die Bühne zu bringen. Das Unbillen des Wetters, den ganzen Sommer über, ließen leider den erhofften Publikumserfolg nicht zu. 2009: 2011:Didus Feuerkopf" war
der Titel des von Laszlo Maleczky geschriebenen
'Mini-Musicals' für das Jugend-Ensemble, mit Thomas
Schmidt in der Titelrolle, und Pia Kedl als
Salome. Eine neuerliche Talentprobe der Jugend, die gerne
'ihren' Laszlo um sich gehabt hätte... Erstmals konnte für dasBühnenbild der in Güssing tätige Graphiker und freischaffende Maler Heinz Gurdet gewonnen werden. |
![]() Das Hochwasserkatastrophe brachte beinahe das Aus für die Burgspiele 2009! Doch mit großem Einsatz wurde die Bühne rechtzeitig fertiggestellt!
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| 2010:
"Ein idealer Gatte" war der Titel des
Erfolgsstücks von Oscar Wilde, mit dem der burgenländische Autor, Musiker und Entertainer Friedl Gamerith, mit dem die dessen London-Bezug sein Debut als künstlerischer Leiter der Burgspiele Güssing feierte. Mit der von ihm selbst vorgenommenen Übersetzung konnte er als profunder Kenner der High-Society-Szene Englands (nach 10jähriger Arbeit als Pianist und Entertainer in London) mit dem stark verjüngten Ensemble der Burgspiele mit einem Ergebnis aufwarten, wie man es in den künsten Träumen nicht erwartet hätte. Die Medien waren
voll des Lobes, und das Publikum war entzückt! Christian
Unger und Elisa Mandl als Ehepaar Chiltern, Paul Groß
und Anja Becha als Lord Goring und Mabel Chiltern, Eva
Zankl als intrigante Lady Cheveley, Manfred Hofer als
kauziger Lord Caversham - mit ihrer brillianten Sprache
und ebensolcher Spielfreude - sie waren sie die
Exponenten eines tollen Ensembleerfolges. 2010: "Das Gespenst von
Canterville" war die mit Spannung erwartete
Begleitproduktion (erstmals in voller Schauspiellänge,
mit 20 Minuten Pause). Das Jugenensemble um Constatin
Muik (als Gespenst) konnte das von Friedl
Gamerith geschriebene Schauspiel mit Gesang (frei
nach Oscar Wildes Erzählung) in der Regie der
in Paris lebenden Burgenländerin Sabine James
prächtig umsetzen. Der Premierenerfolg brachte beste
Werbung für die folgenden Aufführungen, und die beiden
letzten Sonntagsvorstellungen waren völlig ausverkauft! |
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| 2011:
"Charleys Tante" war von Brandon
Thomas war der nächste Streich von Friedl Gamerith,
mit dem die Burgspiele die im Vorjahr eingeschlagene
Linie der "Englischen Gesellschaftskomödie"
fortsetzten. Seine gefühlvoll übersetzte Version des
turbulenten Lustspiels hatte er mit schmissigen und tw.
hintergründigen Liedern aufgeputzt - und damit allen,
die lediglich auf seichte Unterhaltung gefasst waren,
eines besseren belehrt. Dass mit diesen (choreographisch
bestens unterstützten) Songs das sehr jungen Ensemble
(ergänzt mit der köstlich amüsanten
"Elite"-Truppe der Oldies) auch gesanglich voll
überzeugen konnte, überraschte selbst die Insider. Zu Elisa Mandl und
Anja Becha gesellten sich aus dem Jugendensemble Pia Kedl
und Lena Poglitsch, Paul Grosz und Christian Unger
erhielt mit dem jungen Thomas Schmidt und
"Heimkehrer" Andreas Malits (als umwerfende
"Charleys Tante") Verstärkung, und der alte
Haudegen Josef Karner konnte als Mr. Pettique
überzeugen. 2011: "Peter Pan" von James Matthew Barrie. Sabine James hat die Geschichte vom Jungen, der nie erwachsen werden möchte, einfühlsam übersetzt und in einer dem Ensemble entgegenkommenden Spielfassung inszeniert. Helen Kulovits als Peter Pan, Lena Poglitsch als Wendy und Anna-Maria Sagmeister als Tinkerbell waren wohl die Higlights, aber auch Constantin Muik als Mr. Darling und Captain Hook, die Darlings, die Piraten, die Verlorenen Jungs und wie sie alle hießen, brachten großartige Leistungen, und lassen für die Zukunft der Burgspiele auf Großes hoffen. Nicht zu vergessen die wunderbaren Lieder und die Musik von Friedl Gamerith, die wesentlich zum Publikumserfolg beitrugen. Unerfüllt war nur der Wunsch nach Sommerwetter... Noch intensiver war die Arbeit am Bühnenbild: Der thematischen Unterschied der beiden Produktionen verlangte dem Bühnenbildner Heinz Gurdet einiges ab, was er jedoch mit Bravour meistertern konnte. - Trotz aller Mühen uns Sorgen um die finanhzielle Bedeckung wird der Burgverein auch im nächsten Jahr bemüht sein, beide Produktionen fort zu führen. Die Leistungen der Jugend sind Auftrag und Ansporn dazu. |
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| update: 03-01-2012 | |||